Gefahrgut Gefahrstoffe sind eine Klassifizierung für Materialien, die für Organismen und die Umwelt schädlich sind; der Begriff selbst ist die Abkürzung für „Gefahrgut“. Die Klassifizierung umfasst alle Stoffe biologischer, radioaktiver oder chemischer Natur. Manchmal werden durch Unfälle, Kriegshandlungen oder Terroranschläge gefährliche Stoffe freigesetzt und schädigen alle Lebewesen. In solchen Fällen ist ein sofortiges Eingreifen unerlässlich, um den Stoff einzudämmen und weitere Todesfälle zu verhindern.
In diesem Blogbeitrag erläutern wir, wie Drohnen Einsatzkräfte bei Notfalleinsätzen unterstützen können und wie FlytBase die Effektivität von Drohnen durch datengestützte Entscheidungen steigert. Bevor wir auf die Vorteile von FlytBase eingehen, ist es wichtig, den allgemeinen Ablauf eines Gefahrgutunfalls und die aktuelle Nutzung von Drohnen zu verstehen.
Allgemeines Vorgehen bei einem Gefahrguteinsatz
Gefahrgutunfälle stellen für die beteiligten Personen ein Berufsrisiko dar. Daher sind sorgfältige Planung und die Einhaltung strenger Protokolle unerlässlich. Häufig kommen die Einsatzkräfte bei solchen Einsätzen mit Säuren, Gasen, Zyanid, radioaktiven Stoffen, entzündlichen Substanzen usw. in Kontakt.

Entsprechend CRAM für GefahrguttechnikerEs gibt 8 Schritte zur Bewältigung einer Gefahrgutsituation, die als allgemeines Protokoll betrachtet werden können.
- Standortmanagement und -steuerungDieser Schritt ist taktischer Natur. Das Einsatzteam ermittelt die sicherste Vorgehensweise in der Gefahrensituation und übernimmt die Kontrolle über den Einsatzort. Ziel ist es, durch Absperrung des Bereichs einen sicheren Bereitstellungsbereich zu schaffen. Zu den Kernaufgaben dieser Phase gehören die Erkundung und Überwachung, die Datenerfassung zur Gefahr, die Bestimmung des Schadensausmaßes sowie die Bewertung der Schadstoffe und des Gesamtrisikos.
- Identifizierung des ProblemsAuf Grundlage der in der ersten Phase erhobenen Daten werden der Gefahrstoff identifiziert und die Kontaminationsquelle ermittelt. Auch das Worst-Case-Szenario und die Auswirkungen auf die Arbeiter und die Anwohner werden berücksichtigt.
- Gefahren- und RisikobewertungDas Einsatzteam beurteilt die durch den Gefahrstoff verursachten Sachschäden an Personen und Umgebung. Diese Beurteilung liefert wichtige Erkenntnisse über die Schadstoffe und ihre Symptome, auf deren Grundlage geeignete Schutzmaßnahmen ergriffen werden können. Beispielsweise können Atemnot und Kopfschmerzen bei einem Großbrand Anzeichen einer Kohlenmonoxidvergiftung sein, die medizinische Hilfe erfordert.
- Schutzkleidung und -ausrüstungDas Einsatzteam setzt Schutzausrüstung und Messinstrumente ein, die es den Ermittlern ermöglichen, die Kontamination genau zu untersuchen und wichtige Informationen über die Luftqualität, den Grad der Radioaktivität (in Fällen, in denen es sich um radioaktive Stoffe handelt) und andere Umweltfaktoren zu gewinnen.
- Informationsmanagement und RessourcenkoordinationBei jeder Reaktion ist Koordination wichtig, die durch den Informationsaustausch mit verschiedenen Behörden und den Medien erreicht wird. Koordination fördert die Zusammenarbeit und die effektive Nutzung der verfügbaren Ressourcen.
- Umsetzung der ReaktionszieleAuf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse wird unter Berücksichtigung der verfügbaren Ressourcen ein Aktionsplan erstellt. Der Plan konzentriert sich auf die beste Methode, die Ausbreitung der Schadstoffe zu stoppen und dabei die Sicherheit der Techniker zu gewährleisten.
- DekontaminationMithilfe eines Aktionsplans sollen die Dekontaminationsmaßnahmen die Schäden und die Ausbreitung der Kontamination eindämmen. Beispielsweise werden im Falle des Austritts eines biologischen Kampfstoffs, wie etwa eines Virus, alle Kontaktpersonen umgehend unter Quarantäne gestellt und beobachtet.
- Der Vorfall wurde beendet.Dies ist der letzte Schritt, der in vier Teilschritte unterteilt werden kann: (1) Nachbesprechung nach einer erfolgreichen Eindämmung, (2) Erstellung eines Nachberichts, (3) eine formelle Überprüfung, in der die Stärken und Schwächen der Reaktionsmaßnahme hervorgehoben werden, (4) und vollständige Dokumentation.
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Wie Drohnen bei einem Gefahrguteinsatz eingesetzt werden

Sichtprüfung
Am 13. November 2019 gab es ein wasserfreies Ammoniakleck in einem Lebensmittelverteilungszentrum In einem Gebäude in Sarasota, Florida, wurde ein Leck entdeckt. Der Feueralarm im Gebäude war mit dem chemischen Überwachungssystem verbunden, das das Leck erkannte. Die Feuerwehr von Sarasota County rückte sofort aus. Nach ihrer Ankunft begann das Team mit der Untersuchung der Leckagequelle, was sich jedoch von innerhalb des Gebäudes als schwierig erwies.
Bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass das Leck von einer der Kältemaschinen auf dem Dach stammte. Die Feuerwehr von Southern Manatee (SMFR) und die Gefahrgutgruppe der Feuerwehr von Sarasota County wurden hinzugezogen. Sie verfügten über DJI Mavic 2 Enterprise Drohnen, die für Katastropheneinsätze mit einer Wärmebildkamera ausgestattet waren. Mithilfe der Wärmebildkamera wurde die Drohne über das Dach geflogen, um die Ammoniakwolke zu verfolgen. So konnte die Leckagequelle schnell und sicher lokalisiert und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden.
Identifizierung des Gefahrstoffs

Feuerwehrleute der Feuerwehr und Rettungswache Southern Manatee Die Behörde hat die DJI-Drohnen der Matrice-200-Serie für die Erkennung gefährlicher Stoffe in der Umwelt angepasst. Dazu wurden die Drohnen mit Sensoren ausgestattet, die Dämpfe, Chemikalien und Strahlung detektieren können. Eine Drohne mit solchen Sensoren ist deutlich leistungsfähiger und sicherer als ein Mensch in einem Schutzanzug. Ein wesentlicher Vorteil des Einsatzes von Drohnen zur Gefahrstoffidentifizierung ist die Geschwindigkeit, mit der der Prozess durchgeführt werden kann.
Wie FlytBase die Fähigkeiten von Drohnen für Gefahrguteinsätze erweitert
FlytBase ist eine Flottenmanagementlösung für Drohnen in Unternehmen, die ein zentrales Dashboard zur Verwaltung und Steuerung mehrerer Drohnen über ein 4G/LTE/5G-Netzwerk bietet. Das webbasierte Dashboard verfügt über Bereiche, in denen die Live-Telemetriedaten und der Videostream jeder verbundenen Drohne angezeigt werden.
Wie Drohnen miteinander verbunden sind

FlytBase ist eine hardwareunabhängige Plattform, die sowohl handelsübliche DJI-Drohnen als auch kundenspezifische Drohnen auf Basis von PX4 und Ardupilot unterstützt. Einsatzkräfte, die DJI-Drohnen verwenden, können sich mithilfe der FlytBase Mobile App problemlos mit FlytBase verbinden. FlytBase Mobile Die Anwendung verbindet sich mit der Drohnenfernsteuerung und fungiert als Vermittler zwischen der Drohne und der FlytBase -Cloud.
Für den Anschluss von Drohnen wird ein Einplatinencomputer (z. B. DJI Manifold 2, Raspberry Pi 3b, Odroid N2, Jetson Nano Developer Kit) mit dem Betriebssystem FlytOS benötigt, der mit dem Autopiloten verbunden ist. Der Einplatinencomputer stellt die Verbindung zwischen Drohne und FlytBase über das Internet her.
Einsatz FlytBase Business für Standard-Gefahrgutreaktionen
Die Business-Version von FlytBase ist ein Standardangebot. Sie enthält sofort einsatzbereite Funktionen, die bei Gefahrgutunfällen folgendermaßen verwendet werden können:
- Über das webbasierte Dashboard kann ein Bediener komplexe Missionen für die Drohnen erstellen. Diese Funktion ist besonders hilfreich bei der Einsatzleitung in Gefahrensituationen. Eine Drohne kann so programmiert werden, dass sie einen Perimeter-Check durchführt und wichtige Lageinformationen liefert.

- FlytBase unterstützt Live-Videostreaming von allen verbundenen Drohnen. Mithilfe dieser Funktion kann ein Gefahrguttechniker eine Live-Erkundung an entfernte Experten übertragen, die ihn anschließend bei der Identifizierung des Gefahrstoffs und der Leckagequelle unterstützen.

- Die Lösung unterstützt eine Vielzahl von Nutzlasten, darunter auch die DJI M2E-Nutzlasten. Diese Funktion erhöht die Vielseitigkeit der Drohnen während eines Einsatzes.

- FlytBase Dashboard bietet verschiedene Ansichten. Die Cockpitansicht ermöglicht es einem Ferninspektor, sich einen besseren Überblick über die Situation zu verschaffen. Verfügt die Drohne über eine Wärmebildkamera, kann der Betrachter zwischen RGB-Modus (normale Kamera) und Wärmebildmodus umschalten.

- Bei der DJI Mavic 2 Enterprise Dual Camera und der Matrice 210 V2 Dual Camera unterstützt der Wärmebildmodus MSX, wodurch kontrastreichere Bilder mit besserer Trennung von Bereichen unterschiedlicher Temperatur erzeugt werden. Zusätzlich kann der Betrachter zwischen verschiedenen Farbpaletten wechseln; diese Funktion ist hilfreich, um Gefahrstoffe in verschiedenen Aggregatzuständen (fest, gasförmig und flüssig) zu identifizieren.

- Bei einem Vorfall wie dem oben erwähnten Ammoniakleck hätte eine Wärmebildkamera mit verschiedenen Farbpaletten (Isothermen, Regenbogen, Hotspot, Grau, Heißmetall und Coldspot für die M2E Dual) die Suche nach dem Leck für die Techniker wesentlich sicherer und einfacher gemacht, da bestimmte Farbpaletten besser zur Identifizierung von Gasen geeignet sind.
- FlytBase lässt sich in private Cloud-Dienste wie Amazon S3 integrieren. Dadurch werden alle von den Drohnen erfassten Videodaten automatisch gespeichert und können für spätere Untersuchungen abgerufen werden.
Nutzung FlytBase zur Einrichtung eines drohnenbasierten Reaktionssystems
FlytBase bietet außerdem zusätzliche Funktionen und Anpassungsmöglichkeiten. Es kann ein vollautomatisches Reaktionssystem eingerichtet werden, das in bodengestützte Hardware (Drohnen-in-einer-Box) integriert ist. computergestützte Leitstellensysteme wie 911.

Dies ist aufgrund einiger zusätzlicher Funktionen der Enterprise-Version möglich:
- Die REST-API ermöglicht die Integration mit verschiedenen Systemen für die öffentliche Sicherheit.Bei Integration in ein solches System kann eine eingehende Gefahrgut-Notfallmeldung direkt an das FlytBase -Dashboard weitergeleitet werden, wo ein Einsatzleiter eine Drohnenerkundung einleiten kann.
- FlytBase ist mit allen gängigen Drone-in-a-Box-Hardwarekomponenten und Ladepads kompatibel.In einem vollständig integrierten Reaktionssystem kann eine Anfrage eines Gefahrguttechnikers nach einer Drohnenaufklärung an eine nahegelegene DiaB-Station weitergeleitet werden, von der aus eine Drohne selbstständig starten und die Aufgabe ausführen kann.
- Der fortschrittliche Missionsplaner kann die Flugautomatisierung von Drohnen erreichen.Mit Unterstützung von UTM-Dienstleistern wie Airmap können Drohnen automatisch von entfernten Standorten aus eingesetzt werden.
- KI-basierte ZusatzfunktionenEine Drohne, die bei einem Gefahrguteinsatz zum Einsatz kommt, kann Funktionen wie die Objekterkennung nutzen, um kritische Aspekte der Situation automatisch zu identifizieren.
- DroneLogbook-Integration für robustes FlugdatenmanagementDie Mitarbeiter der öffentlichen Sicherheit können mit DroneLogbook die Flugdaten jedes Drohnenflugs erfassen und automatisch aussagekräftige Berichte für die Einhaltung von Vorschriften generieren.
Zusammenfassung
Gefahrgutunfälle stellen eine ernste Gefahr nicht nur für die Bevölkerung, sondern auch für die Umwelt dar. Daher ist der Einsatz modernster Technologien zur Bewältigung solcher Situationen von entscheidender Bedeutung. Drohnen, als Spitzentechnologie, bergen ein enormes Potenzial für die Gefahrgutbekämpfung und werden in vielen Ländern zunehmend zu einem festen Bestandteil der Standardmaßnahmen.
Drohnen für die öffentliche Sicherheit Drohnenflotten können einen großen Unterschied machen, doch ihre Verwaltung kann sich als Herausforderung erweisen, insbesondere bei parallel laufenden Missionen. Hier setzt FlytBase, eine Cloud-basierte Lösung, die die Flottenverwaltung und den einfachen und schnellen Austausch von Luftbilddaten zwischen verschiedenen Behörden ermöglicht und so eine bessere Koordination gewährleistet.

