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Wie BF Kiel mit autonomen Drohnen einen Notfalleinsatz in einer 3-minütigen Luftoperation realisierte

Wie BF Kiel mit autonomen Drohnen einen Notfalleinsatz in einer 3-minütigen Luftoperation realisierte

Wie BF Kiel mit autonomen Drohnen einen Notfalleinsatz in einer 3-minütigen Luftoperation realisierte
  • IndustrieÖffentliche Sicherheit
  • Reduction in water-rescue response time0–7 Minutes
  • Drone response during bridge collapse<0 Minute

An der Ostsee entscheiden Sekunden über Leben und Tod. Geht ein Notruf wegen einer ertrinkenden Person ein, dauert es in Kiel, Norddeutschland, üblicherweise 10 bis 12 Minuten, bis Rettungsboote im Wasser sind. In vielen Fällen ist dieses Zeitfenster zu lang.

Die Feuerwehr Kiel, die für den Schutz von 250.000 Einwohnern in der Stadt und an der Küste zuständig ist, benötigte eine Möglichkeit, sich vor dem Eintreffen der Bodeneinheiten einen Überblick über die Einsatzstelle zu verschaffen. Frühzeitige Sicht aus der Luft ermöglichte eine schnellere Lokalisierung von Opfern, einen besseren Einsatz der Einsatzkräfte und weniger tote Winkel.

Manuelle Drohneneinsätze reichten nicht aus. Frühe Geräte boten nur 20 Minuten Flugzeit, erforderten, dass Piloten zu den Stränden reisten und trafen oft erst nach der Feuerwehr ein. Die Drohne wurde daher eher zum Dokumentationsinstrument als zum Ersthelfer.

Im Jahr 2024 wandte sich BF Kiel an FlytBase, die Enterprise-Autonomieplattform für unbemannte, missionskritische Drohneneinsätze, um eine Frage zu beantworten, mit der sich viele Rettungsdienste heute auseinandersetzen müssen: Wie verwandelt man Drohnen in Ersthelfer statt in reine Unterstützungsinstrumente?

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Die Herausforderung

Der Notfall-Workflow von BF Kiel war durch drei Kernprobleme eingeschränkt.

1. ReaktionszeitUm ein Ertrinkungsopfer zu erreichen, mussten Einsatzkräfte alarmiert, Feuerwehrleute ausgerüstet, zu den Stränden gefahren und Boote eingesetzt werden. Dies dauerte 10 bis 12 Minuten. In den kalten und windigen Gewässern der Ostsee haben Ertrinkungsopfer selten so viel Zeit.

2. StandortunsicherheitAnrufer gaben selten genaue Standorte an. Typische Meldungen enthielten Aussagen wie: „Etwa 200 Meter östlich von meinem Standort ertrinkt jemand.“ Ohne Luftaufklärung mussten die Rettungskräfte große Suchgebiete ohne klar definierten Zugangspunkt absuchen.

3. Keine Situationswahrnehmung bis zur AnkunftBei Bränden, Verkehrsunfällen oder Großschadensereignissen verließen sich die Einsatzleiter bei der ersten Sichtbestätigung ausschließlich auf das Bodenpersonal. Dies führte zu Verzögerungen bei der Eskalation und häufig entweder zu einem übermäßigen Personaleinsatz oder zu verzögerten Reaktionsentscheidungen.

Wie Drohnenprogrammmanager Daniel Ritter erklärte: „Personen, die vom Ertrinken bedroht sind, haben diese zehn bis zwölf Minuten nicht, und wir wissen oft nicht einmal genau, wo sie sich befinden.“

BF Kiel benötigte ein autonomes System, das innerhalb weniger Minuten nach einem Notruf einsatzbereit sein, außerhalb der Sichtweite operieren und den Einsatzleitern Echtzeitinformationen liefern konnte, bevor die Feuerwehrleute am Einsatzort eintrafen.

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Die Lösung

BF Kiel begann mit einem kontrollierten Test im Rahmen der Kieler Woche, einem zehntägigen Segelfestival, das mehr als drei Millionen Besucher in die Stadt lockt. Die Straßen sind verstopft, daher sind schnelle Erkenntnisse entscheidend.

Mit einem einzigen DJI Dock 2 bot FlytBase die Autonomieebene, die Folgendes ermöglichte:

  • Direkt mit der Notrufzentralensoftware von BF Kiel verbunden.
  • Die aktivierte Drohne startet innerhalb von Sekunden nach einem Notruf (112).
  • Gesteuerte BVLOS-Operationen innerhalb eines Radius von acht Kilometern
  • Live-Videoübertragung an die Einsatzkräfte
  • Die vollständige Einhaltung der DSGVO wurde durch Server in der EU gewährleistet.

Ein prägendes Ereignis

Während des Festivals stürzte eine provisorische Brücke teilweise ein, in deren Nähe sich über zehntausend Menschen aufhielten. Die Rettungskräfte am Boden benötigten etwa fünf Minuten, um sich durch die Menschenmenge zu bewegen. Die Drohne traf in weniger als einer Minute ein, stellte fest, dass keine Personen eingeschlossen waren, und verhinderte so einen Großeinsatz mehrerer Einheiten. Dies bestätigte die Bedeutung autonomer Drohnen als Ersthelfer.

Daniel erklärte: „Die Notrufzentrale hatte bereits ein Bild des Vorfalls, bevor ich überhaupt vor Ort war. Es befanden sich keine Personen im Wasser, niemand war eingeschlossen, und wir konnten den Einsatz mehrerer Einheiten vermeiden.“
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So funktioniert es

BF Kiel integriert heute die autonome Luftrettung direkt in sein Notrufsystem 112.

Schritt 1: Notruf eingegangenDie Leitstelle entscheidet, ob Luftunterstützung bei Ertrinkungsunfällen, Gebäudebränden, Verkehrsunfällen oder unklaren Standorten sinnvoll ist.

Schritt 2: Automatische BereitstellungBodeneinheiten werden entsandt, und die Drohne wird über die Funktion „Go to Location“ von FlytBase mithilfe der vom Anrufer oder Disponenten angegebenen Koordinaten ausgelöst.

Schritt 3: SchnellstartEin Pilot genehmigt die Mission gemäß den EASA-Bestimmungen. DJI Dock 2 startet in weniger als sechzig Sekunden.

Schritt 4: Echtzeit-Videoverteilung: RTSP- oder Gastlinks streamen Videos direkt an Feuerwehrchefs, Bootsbesatzungen und Einsatzleiter.

Schritt 5: Missionsaktualisierungen unterwegsPiloten können während des Fluges der Drohne Rastersuchmuster, Orbit-Missionen oder großflächige Scans senden.

Schritt 6: LuftraumüberwachungDrei Arbeitsstationen im Kommandozentrum verwalten die Drohnensteuerung, Videoübertragungen und die Luftraumüberwachung mit SafeSky und DRONIC TREX.

Schritt 7: DSGVO-konforme BearbeitungEs werden keine Live-Videos aufgezeichnet. Vor Ort aufgenommene Bilder zur Dokumentation werden lokal gespeichert und niemals in der Cloud abgelegt.

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Durchführung

Phase 1: Manuelle Operationen

Von 2019 bis 2023 nutzte BF Kiel manuell gesteuerte Drohnen, um operative Lücken und die potenziellen Auswirkungen einer schnelleren Reaktion aus der Luft zu verstehen.

Phase 2: Machbarkeitsnachweis:

Ein einzelner Dockeinsatz während der Kieler Woche demonstrierte eine zuverlässige autonome Reaktion in überfüllten und stressigen Umgebungen.

Phase 3: Vorbereitung auf behördliche Auflagen

Daniel koordinierte sich über drei bis vier Monate mit der Polizei, den Luftfahrtbehörden und den Flughafenbetreibern, um die vollständige Einhaltung der BVLOS-Vorschriften und der lokalen Richtlinien sicherzustellen.

Phase 4: Pilotenausbildung

Piloten benötigen die A2-Zertifizierung, fünf bis zehn Stunden betreutes Training, eine interne Kompetenzprüfung und regelmäßige Flüge alle drei Monate. BF Kiel stellte fest, dass sich neue Piloten schneller an die autonome Steuerung gewöhnten als Freizeitdrohnenpiloten mit bereits bestehenden Gewohnheiten.

Phase 5: Operativer Einsatz

Nachdem sich das System als stabil erwiesen hatte, erweiterte BF Kiel den Einsatz auf Wasserrettung, Brandbeurteilung, Verkehrsunfälle und Großveranstaltungen.

Phase 6: Zukünftige Skalierung

Zu den Plänen gehören ein 24/7-Betrieb, ein drittes Dock für die verbleibenden Randgebiete sowie eine KI-gestützte Erkennung von Personen im Wasser und eine Rauchklassifizierung.

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Die Ergebnisse

In weniger als zwei Einsatzsaisons verzeichnete BF Kiel messbare, quantifizierbare Verbesserungen in jeder Phase der Notfallmaßnahmen.

60 bis 70 Prozent schnellere Wasserrettungsreaktion

  • Vorher: 10 bis 12 Minuten, bis die Boote den Einsatzort erreichen.
  • Anschließend: 3 bis 5 Minuten bis zur Ankunft der autonomen Drohne
  • Zeitersparnis: 5 bis 7 Minuten kritisches Rettungsfenster

Das ist der Unterschied zwischen Suche und Bergung bei Ertrinkungsunfällen im Ostseeraum.

5-mal schnellere Ankunft bei Großschadensereignissen

  • Drohnenankunft während des Brückeneinsturzes: unter 1 Minute
  • Ankunft der Einsatzkräfte am Boden: etwa 5 Minuten zu Fuß
  • Geschwindigkeitsverbesserung: 5-mal schneller
  • Auswirkung: verhinderte den Einsatz von 6 bis 8 Einsatzfahrzeuge während eines Ereignisses mit hoher Dichte

201 Quadratkilometer Fläche pro Dock

  • Effektiver Einsatzradius von BF Kiel: 8 km
  • Abgedeckte Fläche pro Dock: etwa 201 Quadratkilometer
  • Kiels gesamte Stadtfläche: 118 Quadratkilometer
  • Für eine vollständige Abdeckung sind Docks erforderlich: Drei Docks decken etwa 98 Prozent des Zuständigkeitsbereichs ab.
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Der Weg nach vorn

BF Kiel baut eines der modernsten autonomen Notfallreaktionsnetzwerke Europas auf. Geplante Modernisierungen umfassen:

  • Vollständige 24/7-Berichterstattung
  • Dritte Dock-Einsatzstelle für nahezu vollständige Zuständigkeitsabdeckung
  • Saisonale Strandeinsätze für sommerliche Ertrinkungseinsätze
  • KI-gestützte Personenerkennung im Wasser und Identifizierung von Rauchsäulen
  • Verbesserte Koordination mit Polizei, Krankenhäusern und Rettungshubschraubern
  • Zukünftige Verkürzung der Zulassungszeit für Produkteinführungen durch die Weiterentwicklung der Vorschriften

Daniel fasste ihre Philosophie so zusammen: „Wir werden immer Einheiten entsenden. Die Drohne ersetzt keine Menschen. Sie liefert ihnen die benötigten Informationen schneller als je zuvor.“
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Abschluss

Die Zusammenarbeit von BF Kiel mit FlytBase hat die ersten Minuten jedes Notfalls grundlegend verändert. Statt zehn Minuten im Blindflug vorzudringen, werden nun innerhalb von drei Minuten Informationen aus der Luft geliefert. Die Einsatzkräfte am Boden treffen jetzt informiert, vorbereitet und deutlich schneller ein.

FlytBase lieferte die Autonomieschicht, DJI Dock 2 die Zuverlässigkeit und BF Kiel die Vision, Drohnen als echte Ersthelfer einzusetzen.

Dieser Fall zeigt, dass Autonomie im Bereich der öffentlichen Sicherheit die Einsatzkräfte stärkt, indem sie ihnen den Informationsvorsprung verschafft, der zur Rettung von Leben notwendig ist.

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Häufig gestellte Fragen

Wie nutzt die BF Kiel FlytBase?
FlytBase ermöglicht die Integration von Notrufzentralen, die Einsatzplanung, BVLOS-Operationen, Telemetrie und sicheres Videostreaming.

Welche behördlichen Genehmigungen waren erforderlich?
BVLOS-Genehmigungen gemäß EASA sowie die Abstimmung mit Polizei, Flughafenbehörden und Flugsicherung sind erforderlich. Für jeden Start ist weiterhin eine manuelle Genehmigung notwendig.

Welche Ergebnisse wurden erzielt?
Reaktionszeit von 10 bis 12 Minuten auf 3 bis 5 Minuten reduziert, Einsatzbereitschaft von über 95 Prozent, Abdeckung von 201 Quadratkilometern pro Dock und Einsatzfähigkeit bei mehreren Vorfällen.

Lässt sich dieses Modell skalieren?
Ja. Der Workflow von BF Kiel bietet eine Vorlage für Feuerwehren, Polizeibehörden und Rettungsdienste, die autonome Drohnen als Ersthelfersysteme einsetzen möchten.