Zum Hauptinhalt springen
Zurück zu den Geschichten
Wie MSS Security die Sicherheit am Flughafen Port Lincoln durch BVLOS-Drohneneinsätze in Australien revolutioniert hat

Wie MSS Security die Sicherheit am Flughafen Port Lincoln durch BVLOS-Drohneneinsätze in Australien revolutioniert hat

Wie MSS Security die Sicherheit am Flughafen Port Lincoln durch BVLOS-Drohneneinsätze in Australien revolutioniert hat
  • IndustrieStandortsicherheit
  • BVLOS approval in airport by CASA0st
  • Sites expansion potential0

MSS Security beschäftigt rund 8.000 Mitarbeiter und betreut Verteidigungsaufträge, Regierungsgebäude und 22 Flughäfen in ganz Australien. Neben traditionellen Sicherheitsdienstleistungen hat das Unternehmen sein Angebot um strategische medizinische Dienstleistungen und spezialisierte Sicherheitstrainings erweitert und ist damit Australiens größter privater Anbieter medizinischer Dienstleistungen. Als Tochterunternehmen von SIS, einem der bedeutendsten Sicherheitsunternehmen im asiatisch-pazifischen Raum, hat MSS Security diese Unterstützung genutzt, um seine technologischen Fortschritte im Drohneneinsatz zu beschleunigen.

Auf der NestGen '25 sprachen wir mit Gregory Neyland, Leiter der Abteilung Luftfahrt und Zukunftstechnologien sowie Chef-Fernpilot bei MSS Security, einem führenden Anbieter integrierter Sicherheitsdienstleistungen in Australien und einem der größten Sicherheitsdienstleister im asiatisch-pazifischen Raum. Hier ist, was er zur Integration autonomer Drohnen in Sicherheitsoperationen zu sagen hatte 👇

02

Die Herausforderung

"Etwa eine Woche vor dem geplanten Start meldeten sie sich endlich wieder, nachdem ich mehrmals nachgehakt hatte, ob die Software mit unseren Drohnen verbunden werden könne. Sie teilten mir mit, dass wir sie nicht hätten. Daraufhin machten sich natürlich Angst und Panik breit.- Gregory Neyland, Leiter Luftfahrt und neue Technologien, MSS Security

MSS Security stand bei der Implementierung der Drohnentechnologie für Sicherheitsoperationen vor zahlreichen Herausforderungen:

  • Technischer Ausfall in letzter Minute: Ihr ursprünglicher Anbieter von Drohnensteuerungssoftware gab nur eine Woche vor einem kritischen fünfwöchigen Test der Infrastrukturanlage bekannt, dass er die versprochenen BVLOS-Fähigkeiten (Beyond Visual Line of Sight) nicht liefern könne.
  • Strenge regulatorische HürdenDie Genehmigung der CASA (Civil Aviation Safety Authority) für den Drohnenbetrieb am Flughafen Port Lincoln erforderte einen beispiellosen 18-monatigen Prozess, für den es in Australien noch keinen Präzedenzfall gab.
  • Komplexes BetriebsumfeldDer Flughafenbetrieb erfordert außergewöhnliche Sicherheitsmaßnahmen, zuverlässige Leistung bei wechselnden Wetterbedingungen und eine nahtlose Integration in bestehende Sicherheitsprotokolle.
  • Einschränkungen der geografischen AbdeckungTraditionelle Sicherheitsmaßnahmen wie Wachpersonal und fest installierte Überwachungskameras wiesen erhebliche Lücken in der Perimetersicherheit auf, insbesondere nachts, wenn die Sicherheitsrisiken am höchsten sind.

Als größter Sicherheitsdienstleister Australiens sah sich MSS Security zunehmend mit Kunden konfrontiert, die integrierte Drohnenlösungen anstelle von Subunternehmerleistungen wünschten. Ohne ein zuverlässiges Drohnenmanagementsystem riskierten sie, in einem sich wandelnden Sicherheitsumfeld Wettbewerbsvorteile zu verlieren.

03

Die Lösung

Als ihr ursprünglicher Anbieter die BVLOS-Funktionen nicht bereitstellen konnte, benötigte MSS Security dringend eine Lösung. Über Branchenkontakte wurden sie an FlytBase vermittelt, das Folgendes bot:

  • Schnelle EinsatzfähigkeitInnerhalb von 24 Stunden nach der ersten Kontaktaufnahme stellte FlytBase Verbindungen zu den Drohnen-in-der-Box-Einheiten von MSS Security her und bot innerhalb weniger Tage umfassende Schulungen für deren Piloten an.
  • Zuverlässiges Drohnen-in-einer-Box-SystemDie umgesetzte Lösung umfasste drei Drohnendocks mit mehreren DJI-Drohnen, die mit Spezialkameras für Tag-/Nachteinsätze und Zwei-Wege-Kommunikationsfunktionen ausgestattet waren.
  • Autonomes FlugmanagementDie Software von FlytBase ermöglichte vorprogrammierte Flugrouten mit Geofencing, Ausschlusszonen und einer autonomen Rückkehrfunktion zur Basis, die die Betriebssicherheit auch bei Verbindungsunterbrechungen aufrechterhielt.
  • Echtzeitüberwachung und -steuerungDas System ermöglichte es Fernpiloten, Videoaufnahmen zu beobachten, während KI-Systeme gleichzeitig das Filmmaterial auf Sicherheitsbedrohungen analysierten und so eine zweistufige Bedrohungserkennung gewährleisteten.
  • Zwei-Wege-KommunikationMit Lautsprechern ausgestattete Drohnen ermöglichten die direkte Kommunikation mit Personen am Boden und somit eine sofortige Reaktion auf erkannte Sicherheitsvorfälle.
04

So funktioniert es

Das Sicherheitsdrohnensystem arbeitet nach einem systematischen Arbeitsablauf:

  1. Autonome Drohnen werden im Rahmen von planmäßigen Flügen oder bei Sicherheitsvorfällen eingesetzt und folgen vorprogrammierten Flugrouten, die kritische Perimeterbereiche abdecken, insbesondere während der risikoreichen Nachtstunden.

  2. Die Live-Videoübertragung von den Drohnen erfolgt über die Software von FlytBase sowohl an die Fernpiloten als auch an das Sicherheitspersonal vor Ort, das mit Tablets ausgestattet ist.

  3. Gleichzeitig scannt eine KI-Analyse den Videostream, um Sicherheitsbedrohungen wie unbefugtes Personal, Fahrzeuge, die sich den Umzäunungen nähern, und Wildtiere, die in das Gelände eindringen, zu identifizieren.

  4. Werden Bedrohungen identifiziert (entweder durch KI oder menschliche Bediener), können die Sicherheitsmitarbeiter die autonomen Operationen manuell außer Kraft setzen, um genauer nachzuforschen.

  5. Mithilfe der eingebauten Lautsprecher können die Bediener direkt mit Personen kommunizieren, die sich in Sperrbereichen befinden, während Sicherheitspersonal entsandt wird.

  6. Alle Daten werden automatisch über die firmeneigene Berichtssoftware von MSS Security dokumentiert, die Tickets für das Sicherheitspersonal generiert, damit dieses auf identifizierte Bedrohungen reagieren kann.
05

Durchführung

Der Implementierungsprozess brachte erhebliche Herausforderungen sowohl im technischen als auch im regulatorischen Bereich zutage. Beim Test der Infrastrukturanlage sah sich MSS Security mit zahlreichen technischen Hindernissen konfrontiert, darunter Generatorausfälle, Probleme mit der Starlink-Verbindung und Funkkommunikationsstörungen.

Trotz dieser Herausforderungen bot FlytBase kontinuierliche Unterstützung mit sofortigen Lösungen für SIM-Backup-Probleme und Verbindungsabbrüche und ermöglichte so den erfolgreichen Abschluss des Tests. Die Implementierung am Flughafen Port Lincoln stellte einen bedeutenderen regulatorischen Meilenstein dar.

Der 18-monatige Genehmigungsprozess mit der CASA war beispiellos, wie Gregory Neyland erklärte: „Zuerst hieß es nein. Sie werden keine Drohne bekommen. Wir werden auf keinen Fall zulassen, dass sich eine Drohne am Flughafen aufhält.“


In Zusammenarbeit mit Luftfahrtberatern ging MSS Security systematisch auf jede regulatorische Belange ein und entwickelte maßgeschneiderte Flugrouten, Betriebszeitbeschränkungen und umfassende Risikominderungsstrategien. Diese Beharrlichkeit führte zur ersten Genehmigung für BVLOS-Drohnenflüge an einem Flughafen in Australien und schuf damit einen Präzedenzfall für zukünftige Einsätze.

06

Die Ergebnisse

Die Implementierung der autonomen Drohnenlösung von FlytBase hat zu signifikanten Sicherheitsverbesserungen im gesamten operativen Geschäft von MSS Security geführt:

Verbesserte Erkennungsfähigkeiten
Das System hat erfolgreich unbefugtes Personal, Fahrzeuge, die sich dem Sicherheitsbereich näherten, und Wildtiere identifiziert, die mit herkömmlichen Sicherheitsmaßnahmen möglicherweise nicht erkannt worden wären. Während des nächtlichen Betriebs am Flughafen Port Lincoln entdeckten die Drohnen Füchse und Hunde, die in den Sicherheitsbereich eingedrungen waren - eine Bedrohung, die den Flugbetrieb potenziell hätte beeinträchtigen können.

Betriebliche Effizienz
„Wir führen diese Maßnahme mittlerweile fast jede Nacht rund um das gesamte Flughafengelände durch. Es ist eine deutlich sicherere und zeiteffizientere Art, Ressourcen zu nutzen, um Personen mit böswilligen Absichten, den Flugverkehr zu stören, aufzuspüren.“ - Gregory Neyland, Leiter Luftfahrt und Neue Technologien, MSS Security

Die autonome Funktionsweise der Lösung ermöglicht eine durchgängige Sicherheitsabdeckung bei reduziertem Personalaufwand im Vergleich zu herkömmlichen Sicherheitsstreifen. Die Integration mit der firmeneigenen KI- und Berichtssoftware schafft eine umfassende Sicherheitslösung, die bei Bedrohungserkennung automatisch Sicherheitskräfte entsendet.

Erweiterte Sicherheitsanwendungen
Der Erfolg des Flughafeneinsatzes hat das Interesse weiterer Branchen geweckt, darunter Universitäten, die nächtliche Sicherheitsdienste für ihre Wohnheime benötigen, und Bergbauunternehmen, die Gleisanlagen und das Gelände überwachen müssen. Die Fähigkeit von MSS Security, Drohnen als integrierte Dienstleistung anzubieten, hat ihre Wettbewerbsposition am Markt gestärkt.

07

Der Weg nach vorn

Aufbauend auf ihren erfolgreichen Implementierungen hat MSS Security bereits sieben weitere Genehmigungen für BVLOS-Einsätze in ganz Australien beantragt. Der nächste Einsatz ist auf einem Minengelände in Newman geplant, wo Drohnen nachts Bahnstrecken und das umliegende Gelände patrouillieren werden, um unbefugte Zutrittsversuche zu erkennen und Fahrzeugdiebstähle zu verhindern.

Das Unternehmen prüft außerdem die Integration fortschrittlicher KI-Funktionen in seine proprietären Systeme und untersucht eine mögliche Zusammenarbeit mit den KI-Angeboten von FlytBase. Diese Entwicklungen stehen im Einklang mit seiner Strategie, umfassende Sicherheitslösungen zu schaffen, die traditionelle Wachdienste und die Überwachung in Kontrollräumen durch fortschrittliche Luftüberwachung ergänzen.

Gregory Neyland zeigte Interesse daran, von fortgeschritteneren europäischen Drohneneinsätzen zu lernen, was das Engagement von MSS Security für kontinuierliche Verbesserung und die Übernahme globaler Best Practices im Bereich der autonomen Sicherheit unterstreicht.

08

Abschluss

Die Implementierung der autonomen Drohnenlösung von FlytBase durch MSS Security stellt einen bedeutenden Fortschritt für die Sicherheitsmaßnahmen an kritischen Infrastrukturen in Australien dar. Als erstes Unternehmen, das die BVLOS-Zulassung für Flughafeneinsätze erhielt, hat MSS Security sich einen Wettbewerbsvorteil verschafft und einen Präzedenzfall für zukünftige Einsätze geschaffen.

Gregory Neyland fasste es so zusammen: „Für jedes Problem, das uns im Geschäftsalltag begegnet, finden wir in der Regel eine Möglichkeit, wie eine Drohne als Lösung eingesetzt werden könnte.“
09

Häufig gestellte Fragen

Frage 1: Wie lange dauert es, bis in Australien die behördliche Genehmigung für BVLOS-Drohneneinsätze an kritischer Infrastruktur erteilt wird?
Laut Erfahrung von MSS Security kann das Genehmigungsverfahren der CASA für BVLOS-Flüge an sensiblen Standorten wie Flughäfen 12 bis 18 Monate dauern. Aufgrund der wegweisenden Genehmigung am Flughafen Port Lincoln dürften zukünftige Anträge jedoch mit einem beschleunigten Verfahren rechnen.

Frage 2: Was sind die wichtigsten Sicherheitsvorteile des Einsatzes autonomer Drohnen gegenüber herkömmlichem Sicherheitspersonal?
Autonome Drohnen ermöglichen eine kontinuierliche Luftüberwachung, die größere Gebiete effizienter abdeckt als bodengestütztes Personal, insbesondere nachts. Sie können Perimeterverletzungen, das Eindringen von Wildtieren und unbefugtes Personal erkennen und gleichzeitig Echtzeit-Videobilder an die Sicherheitsteams liefern, was schnellere und fundiertere Reaktionen ermöglicht.

Frage 3: Wie funktionieren autonome Sicherheitsdrohnen bei widrigen Wetterbedingungen?
Laut der Implementierung von MSS Security liefen die Drohnen auch bei Regen, Nebel und Dunst zuverlässig weiter. Das FlytBase System gewährleistete, dass die Drohnen selbst bei kurzzeitigen Verbindungsabbrüchen stets sicher zu ihren Docks zurückkehrten.

Frage 4: In welchem ​​Zeitraum amortisiert sich die Implementierung autonomer Drohnensicherheitssysteme?
Obwohl keine konkreten ROI-Zahlen veröffentlicht wurden, hat MSS Security die Implementierung aufgrund des operativen Erfolgs auf mehrere Standorte ausgeweitet. Die Kosteneffizienz ergibt sich aus dem reduzierten Personalbedarf für die Überwachung des Perimeters bei gleichzeitig erhöhter Überwachungsabdeckung und verbesserten Erkennungsfähigkeiten.